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Michel de Montaigne - Biographie


1769-1779

Abbe de Prunis (Regularkanonikus der Abtei Chancelade im Perigord), der an einer Geschichte des Perigord arbeitet, findet 1769 auf Schloss Montaigne das 1778-1779 unter dem Titel "Tagebuch einer Reise durch Italien, die Schweiz und Deutschland in den Jahren 1580 und 1581" verschollen geglaubte Manuskript Michel de Montaignes.


Teilweise ist das Montaigne-Manuskript in italienischer Sprache verfasst. Diese Sprache brachte sich Michel de Montaigne während seines Aufenthaltes in Italien selbst bei.


1793-1797

"Michael Montaigne's Gedanken und Meinungen über allerley Gegenstände. Ins Teutsche übersetzt." erscheint. Diese Übersetzung von Joh. Joachim Christoph Bode gilt bis ins zwanzigste Jahrhundert als die maßgebende deutsche Ausgabe der Essais.


1874

In Nietzsches Friedrich Nietzsche 1882Unzeitgemäßen Betrachtung "Schopenhauer als Erzieher" (1874) findet sich vielleicht eine der schönsten Huldigungen an Montaigne:"Ich weiss nur noch einen Schriftsteller, den ich in Betreff der Ehrlichkeit Schopenhauer gleich, ja noch höher stelle: das ist Montaigne. Dass ein solcher Mensch geschrieben hat, dadurch ist wahrlich die Lust auf dieser Erde zu leben vermehrt worden. Mir wenigstens geht es seit dem Bekanntwerden mit dieser freiesten und kräftigsten Seele so, dass ich sagen muss, was er von Plutarch sagt: "kaum habe ich einen Blick auf ihn geworfen, so ist mir ein Bein oder ein Flügel gewachsen." Mit ihm würde ich es halten, wenn die Aufgabe gestellt wäre, es sich auf der Erde heimisch zu machen. —"